Wenn ich durch die Kamera
in die Augen der Tiere schaue
fühle ich ihre Seele.


Die Natur- und Tierwelt verbindet...

Was bedeutet für mich Fotografie...

Als leidenschaftlicher Fotograf, erkenne ich auf meinen Safaris immer wieder neue Eigenschaften an mir.  Im Verlaufe der letzten Jahre hat sich meine Wahrnehmung und Aufmerksamkeit beim Fotografieren verändert. Die Liebe zur Natur und zu den Tieren wurde immer stärker und änderte auch mein Empfinden, sie durch meine Kamera, bzw. meine Linse zu beobachten und festzuhalten. Nicht mein Foto sollte im Vordergrund stehen, sondern die wunderschönen Tiere. Sie sind es, die mir die Möglichkeit schenken, ihre Schönheit festzuhalten… und diese Augenblicke durch die Kamera zu geniessen. Die Verewigung dieses Augenblicks, ein Tier festzuhalten, dieser einzigartige und unvergesslicher Moment, dieser Knips, soll nicht nur einfach ein Foto sein. Nein… es soll eine Botschaft sein… Eine grosse und wichtige Botschaft an die jungen Generationen… an meine Söhne, an meine Enkelkinder und meine Neffen… Sowie auch an Deine. 

Nämlich sich für diese letzten Tierparadiese einzusetzen. Für sie einzustehen und für sie zu kämpfen. Dass sie eines Tages diese einzigartigen und bezaubernden Tierparadiese selber erleben dürfen. Denn nur wir Menschen können diese Verantwortung übernehmen.

DU und ICH!

Löwe / Simba / Panthera Leo

Der König der Tiere

Löwen leben im Rudel und haben ein geprägtes Sozialverhalten. Auch wenn die Männchen nicht immer beim Rudel sind, sind sie doch sehr selten weit weg. Meistens streifen sie durch ihr Revier und markieren ihr Territorium. Dies tun sie durch urinieren und durch streifen ihres Nackens an den Büschen und Ästen. Zusätzlich kratzen sie Bäume und Boden auf, um ihre Zeichen zu hinterlassen. Das kann man auch bei anderen Raubkatzen weltweit beobachten. Die Löwin wirft bis zu vier Babys. Selten aber erreichen alle vier das Erste Lebensjahr.

Bei kleinen Rudel sind sie meistens dann in Gefahr, wenn die Mutter längere Zeit auf Jagd geht. Oft durfte ich beobachten, wie eine Mutter die Kleinen allein aufgezogen hat. Erst wenn sie drei Monate jung sind, werden sie der Familie vorgestellt. Sei es nur dem Männchen, also dem Papa, oder auch den Tanten. Im Übrigen trinken sie auch Milch von den Tanten. Die Männchen werden im jungen Alter von zwei bis drei Jahren aus dem Rudel vertrieben. Sie werden zu Nomaden und legen enorm grosse Strecken hinter sich. Nicht selten treffen sich solche Löwennomaden und werden zu einem grossen und gefährlichen Rudel. Wenn sie ein anderes Rudel antreffen, welches von einem oder mehreren Löwen geführt wird, wird um das Territorium und die Rudel gekämpft. Ich durfte dies zweimal erleben. Nicht selten rennen auch Löwen, die in der Unterzahl sind, davon, weil sie wissen keine Chance zu haben. Bei der Übernahme des Rudels werden sämtliche Babys von den neuen Rudelführern durch Bisse getötet. Auch dies erlebte ich zweimal. Immer wieder wird behauptet, dass Löwen oder allgemein Wildkatzen Nachtaktiv sind. Oder, dass sie in den frühen Morgenstunden Jagen. Ich kann aus  jahrelanger Erfahrung und intensiven Safaris klar behaupten, dass ich die spektakulärsten Jagdszenen über die Mittagszeit, bei glühend heisser Sonne fotografiert habe. Auch von Geparden wird behauptet, dass sie nur am Tag jagen. Was auch nicht der Fall ist.

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Leopard / Chui / Panthera Pardus

Der Meister der Tarnung

Der Leopard ist für mich die wohl schönste aller Wildkatzen. Er schmilzt förmlich mit den Kleidern der Natur zusammen. Der Meister der Tarnung. Nur ein geschultes Auge kann ihn erspähen. Die Leopardenmütter sind alleinerziehend. Sie werfen bis zu vier Junge. Auch hier überleben mit viel Glück leider nur ein bis zwei Jungen. Der Leopard ist die meistvertretene Wildkatze in ganz Afrika und Asien. Von den drei afrikanischen Wildkatzen der beste Jäger und Kletterer. 

Leoparden haben extrem starke Muskeln an den Fussgelenken und ganz scharfe Krallen. Sie können mit der Beute, die bis zum dreifachen des eigenen Gewichts wiegt, auf Bäume klettern. Seine Jagdtechnik ist vielfältiger als die der Löwen oder Geparden. Leoparden können von Bäumen oder Felsen der Beute auf den Rücken springen, sich bis zu einem Meter heranschleichen oder die Beute auflauern, um sie dann von vorne direkt an der Kehle anzuspringen. Was die Leoparden aber als Überlebenskünstler ausmacht, ist die Vielfalt ihrer Nahrungskette. Von Ratten und Springmäuse bis zu Dikdik, die kleinste Antilopenart der Welt. Verschiedene Vogelarten wie Perlhühner oder Baby Zebra. Verschiedene auch ausgewachsene Weibchen oder Männchen Antilopen oder Gazellenarten, bis hin zu den Gnus. Wenn eine Beute zu gross ist, wie zum Beispiel das Gnu, wird die Beute zuerst in einen Busch hineingezogen. Dort beginnt das Mahl der Raubkatze bei den Innereien mit viel Nährwert. Das ist bei allen Grossen Raubkatzen zu beobachten. Speziell für Leoparden, ist dann das meiste Gewicht weg. Somit einfacher, um die Beute auf Bäume zu tragen und vor Hyänen zu sichern. 

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Gepard / Duma / Acinonyx jubatus

Eleganz und Geschwindigkeit

Man spricht immer von „The Big Five“, für mich gehört aber der Gepard auch zu den bekanntesten wilden Tieren. Es müsste eigentlich „The Big Six“ heissen.

Geparden Weibchen ziehen ihre Jungen alleine auf. Es ist nicht selten, dass sie 15 oder sogar noch mehr Jungen werfen. Doch auch diese Babys erreichen selten das erste Lebensjahr. Meistens nicht einmal die ersten Wochen. Und obwohl es eine alleinerziehende Mutter ist, durfte ich mehrmals erleben, wie sie mindesten fünf Junge grossgezogen haben. Im Jahre 2005 hatte ich das ganz grosse Glück, in der Masai Mara, zwölf Grossgewachsene Geparden mit der Mutter auf Jagd zu erleben. Malaika, eine wunderschöne Gepardin, die anfangs zwölf Junge hatte, ist die jetzige Sensation. 

Seit 2018 machen ihre letztverbliebenen fünf Söhne das Talek Gebiet in der Masai Mara unsicher. Tano Bora werden sie von den Touristenfahrer genannt. Was übersetzt die «fünf Grossen» heisst. Von Malaika ist leider jegliche Spur verloren gegangen. Geparden sind für Ihre enorme Geschwindigkeit bekannt. Es wird von Messungen zwischen 110 bis 130 Km/h gesprochen. Die Naturwissenschaftler sind sich nicht einig. Diese Geschwindigkeit erreichen sie dank ihrer sehr flexiblen Wirbelsäule und der Fähigkeit die Beine weit nach vorne und hinten auszustrecken. Ihre Krallen sind fest oberhalb der Zehen angewachsen. Das ermöglicht den Geparden schnell zu sprinten und nicht an Wurzeln oder Ästen hängen zu bleiben, wenn sie bei hoher Geschwindigkeit Haken schlagen. Das Gleichgewicht und die Balance werden vom langen Schweif gehalten. Jedoch kann sie diese Geschwindigkeit nur wenige Minuten halten. Ihr Herz pumpt sich dermassen auf, dass es explodieren kann. Wenn sie merken, dass sie die Beute nicht mehr erwischen können, brechen sie die Jagd ab und starten später einen erneuten Versuch. Wenn ein Gepard die Jagd erfolglos abbricht, muss er bis zu 24 Std warten, bis er wieder jagen kann. Dies kann für das Überleben der Jungen verherende Folgen haben. Auch hier durfte ich etwas ganz Spezielles erleben und fotografisch festhalten. Wenn mehrere Geparden auf Jagd gehen, machen sie einen Stafettenlauf. Sobald ein Gepard erschöpft ist, startet der zweite und dann der dritte usw., bis sie die Beute erlegen. Denn auch Impalas oder Gazellen sind keine Meister der Ausdauer, können aber sehr gut Haken schlagen und bis zu 10 Meter hohe Sprünge bei einer Geschwindigkeit von 60 km/h machen. 

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Elefant / Tembo / Elephantidae

Der sanfte Riese

Elefanten gehören zu den Rüsseltieren. Auch sie führen ein geprägtes Sozialleben. Es sind die Weibchen, die mit ihrem Nachwuchs unterwegs sind. Die Männchen sind Einzelgänger, oder es formieren sich Junggesellengruppen. Wenn sie auf weibliche Elefanten treffen, ist es eine herzliche Begrüssung, denn sie bringen keine jungen Elefanten um, wie zum Beispiel die Löwen. Sie gehören zu den grössten Landsäugetieren der Welt und ernähren sich hauptsächlich von Gras. Auch Baumrinden und diverse Baumfrüchte gehören zu ihrer Lieblingsnahrung. 

Geführt werden sie meistens von der ältesten Elefantenkuh. Viele Elefantenherden haben ihre fixen Routen. Man trifft sie praktisch in allen National Parks Kenias. Diese sanften Riesen sind die Lieblinge vieler Touristen. Auch mich bewegt es jedes Mal, wenn ich diese majestätischen Geschöpfe antreffe. Ich habe jahrelang Geduld ausüben dürfen, um sie im Abendrot oder als Silhouette im Sonnenuntergang fotografieren zu können.

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Zebra / Punda Milia / Hippotigris

Die gestreiften Pferde

Die Zebras sind meine Lieblingshuftiere. Tatsächlich gehören die Zebras zu der Gattung der Pferde. Es gibt deren drei Arten, nämlich die Steppen Zebras, die für die weltbekannte Wanderung zwische der Masai Mara und der Serengeti bekannt sind. Die Bergzebras sind in Amboseli anzutreffen und die Grevy Zebras, in Samburu. Alle drei Arten sind auch im restlichen Teil Afrikas anzutreffen. Zwei weitere Arten sind bereits ausgestorben. Jedes einzelne Zebra, egal welcher Gattung, weist seine eigenen Streifen auf. Die Streifenzeichnung der Zebras ist gleichzustellen mit dem Fingerabdruck des Menschen. Keines ist gleich wie das andere.

Auch die Grösse der einzelnen Arten ist unterschiedlich. Bei den Bergzebras sind die Ohren auch runder und der Bauch weiss, verglichen zum Steppenzebra. Die Streifen sind aber sehr ähnlich. Hingegen hat das Grevyzebra eine viel höhere Anzahl Streifen, fast doppelt so viele, dafür viel schmälere. Sie sollen auch den Körper temperieren. Die Zebras lassen sich nicht zähmen oder domestizieren. Sie sind bissig und unfreundlich Menschen gegenüber. Ist das nicht Toll? Wir müssen ja nicht jedes Tier zähmen, um unser Ego zu befriedigen.

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Giraffe / Twiga / Giraffa

Eleganter Riese

Es gibt drei Giraffen Arten in Kenia wie in ganz Afrika. Mit weiteren Unterarten die vom Fellmuster bestimmt werden. In Kenia sind die Rothschild-, die Netz-, und die Masaigiraffe bekannt. Im Lake Nakuru National Park leben sowohl die Rothschild- wie auch die Netzgiraffen. Ansonsten sind die einzelnen Gattungen alleine in verschiedenen Parks unterwegs. Viele wissen nicht, dass die Giraffen nicht nur zwei Hörner haben. Bei genauerem betrachten, kann man fünf sehen. Die klar ersichtlichen zwei auf dem Kopf, eines am Hinterkopf, selten auch zwei. Und zwei weitere knochige Höcker zwischen den Augen. Diese werden bei Rivalitätskämpfen eingesetzt. 

Sie schwingen ihren langen Hals und schlagen sich gegenseitig in den Bauch oder in die Seite des Körpers. Nicht selten verletzen sie sich schwer und können dabei auch sterben. Die verletzten Tiere  werden zur leichten Beute für sämtliche Raubkatzen wie auch für Hyänen. Giraffen sind die einzigen Huftiere, die auch seitlich kicken können. Und zwar mit der gleichen Wucht wie nach Hinten. Selbst die Löwen wissen das. Deshalb attackieren Löwen selten Giraffen. Und doch kommt immer wieder vor…

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Weitere Tiere

Die kenianischen Savannen bzw. die grossen und unzähligen Parks, weisen eine derart grosse Tierwelt auf, dass es fast unmöglich ist sie alle aufzuzählen. 

Von den verschiedenen Gazellen und Impala Arten, über die Dikdik Antilope, die kleinste ihrer Art, bis zur Elenantilope, die grösste, gibt es verschiedene Arten, die in ganz Afrika vertreten sind. Spitz- und Breitmaulnashörner, sowie Flusspferde gehören zu den grossen, bekannten Säugetieren Afrikas. Alle drei können in Kenia gesichtet werden, die Nashörner natürlich ausschliesslich mit einem Quantum Glück. Abgesehen davon, dass sie sehr scheu sind, können auch sie sich gut verstecken. Wenn sie sich zum Schlafen legen, sehen sie wie Felsen aus. Eine unzählige Vielfallt an Vögel präsentiert sich in ihrem bunten Gefieder. Von kleinen, wie der Malachit, bis zu grossen, wie der Strauss. Auch der Vogelstrauss weisst mehrere Arten auf. Raubvögel sind stark vertreten. Mit ein bisschen Glück kann man sie auf Jagd observieren. Auch von Hyänen gibt es verschiedene Arten. Die bekannteste ist wohl die Tüpfelhyäne. Sie hat das stärkste Gebiss aller Hyänearten. Sie gelten auch als fantastische Jäger und sind alles andere als NUR Aasfresser, wie man ihnen ungerechtfertigt nachsagt. Leider wurden die Wildhunde in Kenia ausgerottet. Heute sind sie geschützt. Vereinzelte kleine Gruppen wurden wieder in den kenianischen Savannen gesehen. Hoffen wir das Beste. Die Krokodile sind praktisch in allen Flüssen Kenias präsent. Im Mara River sind Exemplare, die bis zu sieben Meter gross sind. Sie können bis 200 Jahre alt werden und bis zwei Jahre mit nur kleinen Happen wie Fische überleben. 

Dies, um nur ein paar wenige dieser wunderschönen Tiere zu nennen. Erlebe mit mir diese letzten und einzigartigen Tierparadiese in Kenia. Es werden unvergessliche Momente sein. Sie werden magisch, heilend und berührend sein… 

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